Zähne putzen

Viele Menschen denken, dass das tägliche Zähneputzen leicht ist, wobei keine bedeutenden Fehler unterlaufen könnten. Doch fachliche Zahnärzte wissen es besser – viele Menschen denken nur, dass sie die Zähne stets gut putzen. Stattdessen wenden sie falsche Techniken an, wobei sie ihre Zähne sogar schädigen können. Bei falscher Säuberung der Zähne kann es so langfristig zu erheblichen Schäden führen, die nur noch durch viel Aufwand des Zahnarztes und hohe Kosten beseitigt werden können.

Welche Putztechnik ist die richtige?

Zähne putzenEin großer Irrtum ist es, dass die Zähne entlang der Reihen mit größerem Kraftaufwand geschrubbt werden müssen. Diese horizontale Bewegung erfasst jedoch nicht die Zwischenräume und die Innenseite des Gebisses. Bei zu hohem Kraftaufwand können die Zähne sogar beschädigt werden.
Um die Zähne am effektivsten zu putzen, muss die Zahnbürste schräg auf die Zähne aufgesetzt werden. So gelangen die Borsten bestmöglich in die Zwischenräume und an den Rand des Zahnfleisches. Mit einer leichten, vibrierenden Bewegung wird die Zahnbürste nun in kreiselnden Bewegungen vom Zahnfleisch hoch über die Zähne bewegt. So wird verhindert, dass der Dreck und die Bakterien sich unter das Zahnfleisch absetzen können. Ein Druck von 150 Gramm ist dabei am geeignetsten – mit einer Küchenwaage kann diese Kraftaufwendung herausgefunden werden.
Nun werden erste die äußeren Flächen aller Zähne mit der kreiselnden Bewegung gesäubert. Auch die hinteren Zähne sollten dabei nicht vergessen werden.
Als nächstes werden die oberen Kauflächen gereinigt. So wird der abgelagerte Dreck in den Spalten zielgerichtet entfernt.
Im letzten Schritt werden die Innenseiten der Zähne gebürstet. Auch dabei gilt – wie bei den Außen- und Innenseite der Zähne – dass Zahn für Zahn gereinigt werden sollte.

Die richtige Zahnbürste

Um das Zahnfleisch zu schützen und dennoch die Zähne bestmöglich reinigen zu können, empfiehlt sich eine Zahnbürste mit einem Kunststoffborstenfeld, welche ebenfalls über abgerundete Bürsten verfügt. Borsten aus Naturhaar sollten stets vermieden werden, da diese in der Regel Hohlräume besitzen. In diesen können sich Bakterien ansammeln und vermehren.
Des Weiteren sollte die Zahnbürste einen weichen oder mittleren Härtegrad aufweisen.
Wenn die Borsten der Zahnbürsten ausgefranst aussehen, sollte diese erneuert werden. Gleiches gilt für eine elektronische Zahnbürste, wobei die Aufsätze dementsprechend erneuert werden sollten.
Auch wenn die Borsten bei beiden Varianten nicht ausgefranst aussehen, sollten sie dennoch alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden.

Die richtige Zahnpasta

Bei dem Kauf einer neuen Zahnpasta lässt sich nicht sehr viel falsch machen. Wichtig ist jedoch, dass die benutzte Zahnpaste Fluoride enthält. So werden die Zähne auch gegen Karies geschützt. Zahncremes, die die Zähne aufhellen sollen, besitzen Schleifkörper, welche auf Dauer die Zähne beschädigen können. Die Zähne bleichende Zahncreme sollte nur Intervall weise genutzt werden.

Verschiedene Hilfsmittel

Durch die Anwendung von Zahnseide werden die Zahnzwischenräume, welche von der Zahnbürste nicht erfasst werden können, optimal gereinigt. Die Zahnseide wird zwischen dem Zeigefinger der einen Hand und dem Daumen der anderen Hand gespannt. Durch Auf- und Abbewegungen in den Zahnzwischenräumen wird der Belag an diesen Stellen entfernt.
Bei etwas größeren Zahnzwischenräumen, die weder durch eine Zahnbürste, noch durch Zahnseide erreicht werden können, können ebenfalls Zahnhölzer verwendet werden. Die Anwendung sollte sorgfältig erfolgen, da sie das Zahnfleisch bei Unachtsamkeit stark beschädigen könnten.
Für eine erweiterte Zahn- und Mundreinigung kann ebenfalls Mundwasser verwendet werden. Dadurch werden Bakterien im Mund und auf den Zähnen abgetötet, sodass die Bakterien sich nicht vermehren können.