Zähne bleichen – Ein Überblick verschiedener Bleaching Methoden

Gesunde und vor allem strahlend weiße Zähne gelten als Schönheitsideal schlechthin. Durch zahlreiche Faktoren aber, hierzu zählen unter anderem der übermäßige Verzehr von Kaffee, Tee oder Nikotin, verfärben sich die Zähne leider unschön. Eine gute Möglichkeit, das natürliche Weiß der Zähne dann wieder herzustellen, ist das Zähne bleichen. Welche Möglichkeiten es gibt und wo die Vor- und Nachteile dieser Methode liegen, soll nachfolgender Artikel aufzeigen.

Zähne bleichen Zuhause

Dieses auch als Home Bleaching bezeichnete Verfahren ist besonders beliebt. Die Bleachingprodukte, die in der Regel mit Wasserstoffperoxid arbeiten, sind in zahlreichen Drogeriemärkten erhältlich; deren Kosten variieren zwischen 15 und 40 Euro. Weiße ZähneBei den Bleichmitteln für Zuhause handelt es sich meist um ein Bleaching Gel, welches auf die Zähne aufgetragen wird. Um dieses Auftragen zu erleichtern, liegen der Packung oft noch Schienen bei, welche auf die Zähne gelegt werden. Ein Nachteil des Home Bleachings ist die sehr viel geringere Konzentration des Wasserstoffperoxids; das Ergebnis wird also nicht so lange halten wie beim Office Bleaching. Wurzelbehandelte Zähne können beim Home Bleaching nicht gebleicht werden. Diese können nur direkt beim Zahnarzt aufgehellt werden, indem dieser das Bleichmittel direkt in das Innere des Zahns gibt. Ein weiterer Nachteil der Zahnaufhellungsschienen ist, dass diese von vielen Patienten als unangenehm im Mund empfunden werden. Zudem müssen sie bei einigen Herstellern trocken in den Mund gebracht werden und dürfen nicht mit Speichel in Kontakt kommen, was sich ebenfalls schwierig gestaltet. Andere Patienten hingegen loben den frischen Geschmack der Schienen, der ein wenig an Zahnpasta erinnert.

Ebenso gibt es Home Bleaching Produkte direkt vom Zahnarzt; diese werden in Absprache mit dem Zahnarzt vom Patienten zu Hause in Eigenregie angewandt. Der Vorteil dieses in Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt angewandten Bleachings besteht darin, dass der Patient eine speziell auf ihn abgestimmte Schiene mit nach Hause bekommt. Das Bleichmittel, welches ebenfalls vom Zahnarzt gestellt wird, ist etwas niedriger konzentriert als beim Office Bleaching. Die Schiene wird mit dem Bleichmittel gefüllt und meist über Nacht getragen. Das gesamte Bleachingbleiverfahren dauert je nach gewünschter Helligkeit zwischen zwei und vier Wochen. Zwischenzeitlich sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt notwendig, damit dieser das Bleichergebnis beurteilen kann.

Eine weitere Art des Home Bleaching ist der sogenannte Whitening Pen, wie ihn beispielsweise die Firma BeconfiDent anbietet. Dieser erinnert von seiner Form her an einen Filzstift; die Anwendung ist denkbar einfach. Zudem kann dieser beinahe überall verwendet werden; auch unterwegs.

Sehr beliebt sind ebenso die Whitening Strips, welche meist allerdings nur den sichtbaren Teil der Zähne bedecken. Diese Streifen werden für etwa 30 Minuten auf die Zähne gedrückt; danach sollte man diese putzen. Diese Anwendung ist zwei Mal am Tag zu wiederholen. Nachteil der Schienen ist, dass die Zwischenräume der Zähne nicht gebleicht werden können.

Wie man sieht, gibt es also für das Home Bleaching zahlreiche Möglichkeiten. Hier sollten Sie selbst entscheiden, welche Methode für Sie am einfachsten erscheint. Zwischen zwei und neun Farbnuancen heller können je nach Methode durchaus erreicht werden. Speziell für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch oder dünnem Zahnschmelz gibt es mittlerweile auch Bleachingprodukte, die ganz ohne Peroxide auskommen und zudem pH-neutral sind.

Zähne bleichen beim Zahnarzt

Das Zähne aufhellen beim Zahnarzt wird auch als Office Bleaching bezeichnet und wird in den meisten Zahnarztpraxen angeboten. Zähne bleichenAuch der Zahnarzt arbeitet mit Produkten, die Wasserstoffperoxid enthalten; allerdings in höherer Konzentration als die Produkte für zu Hause. Daher geht das Zähne bleichen beim Zahnarzt deutlich schneller. Der Zahnarzt trägt das Bleaching-Gel auf die Zähne auf, wobei das Zahnfleisch mit einem Überzug geschützt wird. Dieses sollte nun zwischen 15 und 30 Minuten auf den Zähnen verbleiben; wenn eine spezielle Lampe beziehungsweise Laserlicht verwendet wird, verkürzt sich diese Zeit entsprechend. Bereits nach der ersten Sitzung sind deutliche Ergebnisse zu erkennen; um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sind meist zwei bis drei Sitzungen notwendig. Vor jedem Bleaching wird meist eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, um die Zähne optimal auf das Bleichen vorzubereiten. Nach dem Bleichen hingegen werden die Zähne mit Fluorid behandelt, um den Zahnschmelz zu stärken.
Die Kosten für solch ein professionelles Bleaching betragen etwa 300 Euro und werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Kinder unter 16 Jahren, Schwangere und stillende Mütter sollten von einem Bleaching beim Zahnarzt absehen. Auch bei Patienten mit schmerzempfindlichen Zähnen sowie bei Karies oder Parodontose ist Vorsicht geboten.

Gründe für verfärbte Zähne

Der Hauptgrund für dunkel verfärbte Linie sind in erster Linie die in Kaffee und Tee enthaltenen Inhaltsstoffe. Auch das im Wein enthaltene Tannin kann auf Dauer zu Verfärbungen führen; Gleiches gilt für das in Zigaretten enthaltene Nikotin. Was viele nicht wissen: Auch einige Medikamente können zu dunklen Flecken auf den Zähnen führen. Im Alter werden die Zähne eines Menschen ebenfalls etwas dunkler beziehungsweise erhalten einen leichten Gelbstich. Avitale Zähne – so bezeichnet man Zähne, bei denen eine Wurzelbehandlung durchgeführt wurde und deren Nerv bereits tot ist – werden ebenfalls rascher dunkel als vitale Zähne.

Nebenwirkungen des Bleachings

Trotz korrekter Anwendung kann es beim Bleichen der Zähne zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Reizungen des Zahnfleisches sowie eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Zähne werden von vielen Patienten beobachtet – ist das Bleaching abgeschlossen, vergehen diese Nebenwirkungen allerdings auch recht schnell wieder.
Beachten sollte man, dass sowohl beim Home als auch beim Office Bleaching nur die natürlichen Zähne aufgehellt werden können; Füllungen oder Kronen verändern ihre Farbe durch das Bleichen nicht. Spätestens nach drei Jahren muss die Prozedur dann wiederholt werden, denn die Zähne behalten maximal für zwei bis drei Jahre das durch das Bleichen erlangte Weiß. Häufiger als zwei Mal im Jahr sollte man Bleaching Produkte übrigens nicht anwenden.

Fazit

Wenn Sie sich dauerhaft weiße Zähne wünschen und Ihnen das Bleaching zu Hause zu aufwendig ist, sollten Sie sich zum Zahnarzt Ihres Vertrauens begeben. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Zähne auch die Behandlung bekommen, die absolut sicher ist. Wenn Sie hingegen Geld sparen und dennoch einen sichtbaren Erfolg erzielen möchten, ist auch das Home Bleaching durchaus eine Alternative. Die im Handel erhältlichen Home Bleaching Produkte sind so konzipiert, dass man bei der Anwendung eigentlich gar nichts falsch machen kann.